Thema: Der Papst im Vorwärtsgang? Wofür der Augustiner-Papst Leo XIV. steht
Die Wahl der Kardinäle überraschte viele. Sie wählten den Augustiner-Mönch Robert Francis Prevost zum Papst. So können die Neusser Augustinerinnen freudig sagen: „Wir sind Papst“.
Nach einem Jahr im Amt lässt sich besser erkennen, wofür Papst Leo XIV. steht. Themen wie der Klimawandel oder die soziale Gerechtigkeit zeigen seine Kontinuität zu Papst Franziskus. Doch eigene Akzente werden deutlicher. Dazu gehört die Sorge um den weltweiten Frieden. In einer von gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Konflikten erschütterten Welt will er Brücken bauen und Polarisierungen überwinden.
Und innerkirchlich? Auch hier will er Auseinanderdriftendes zusammenführen, Traditionalisten und Reformer. Im Augustinerorden hat er einen kollegialen Führungsstil praktiziert und in der Spur seines Vorgängers sagt er unmissverständlich: „Lasst uns eine synodale Kirche sein!“ In Deutschland blicken viele auf seine Positionen zu den Themen des Synodalen Weges, Geschlechtergerechtigkeit, Umgang mit Macht oder Transparenz und Teilhabe an Entscheidungen.
Wie wird er sich gegenüber solchen Reformbestrebungen verhalten? Wohin führt er die Kirche?
Am 9. Juni 2026 um 19.30 Uhr: Gepsräch mit der Bundesministerin a.D. und ehemaligen Botschafterin beim Heiligen Stuhl Annette Schavan, Stefan von Kempis von Radio Vatikan und dem Moderator Ingo Brüggenjürgen.